© Lorenz Kunath
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transparadiso
served, 2026 Beneath a red awning canopy by transparadiso, a feast plays on luxury, profit, and poverty. Sugar sculptures molded from bagasse plates—Chinese sugarcane waste marketed as eco-friendly—become pure sugar. Between pie-chart-like forms, wandering text questions statistics, while empty spaces hint at what’s missing. Dripping yogurt-pot stelae (“endless columns”) evoke the global market’s unjust cycle for beet farmers and plantation workers. Long transport routes reveal this “biodegradable” material as greenwashing. ..................... transparadiso angerichtet, 2026 Unter einer Überdachung aus roten Markisenbahnen ist ein Mahl angerichtet, das sich aus den komplexen Verflechtungen von Geschmack zwischen Luxus, Gewinn und Armut speist. Auf dem Tisch stehen Zuckerobjekte, die aus Bagasse-Tellern abgeformt wurden. Das als ökologisch gehypte Wegwerfgeschirr, aus dem Abfall von Zuckerrohr in China produziert, wird also buchstäblich in reinen Zucker transformiert. Zwischen den Zuckerobjekten, die an Tortendiagramme erinnern lassen, mäandern experimentelle Textlinien, die die Aussage von statistischen Fakten hinterfragen. Leerstellen eröffnen eine spekulative Fiktion in Bezug auf das, was fehlt. Tropfende Stelen aus Joghurtgläsern verweisen zudem als „endlose Säulen“ auf die Mechanismen des globalen Marktes, dem RübenbäuerInnen ebenso wie PlantagenarbeiterInnen unterworfen sind, an einen fortwährend sozial ungerechten Kreislauf von Produktion, Ausbeutung von Ressourcen und Arbeitskräften. Diese Bedingungen und die langen Transportwege entlarven den ökologischen Wert dieses biologisch abbaubaren Abfallmaterials als „Greenwashing“. © Lorenz Kunath; transparadiso
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After the Sugar
Kunstverein Eisenstadt @ Sugar Factory Siegendorf (A) May 3 – June 28, 2026 Artists: Ilona Németh, Gabriele Sturm, Catrin Bolt, transparadiso, Isa Rosenberger, Paul Busk, Linda Luse Curated by: Barbara Holub Thanks to: Susanna Steiger-Moser, Beatrice Simonsen, Herr Hantschl For more information see Kunstverein Eisenstadt; and here |